Verhalten

Der Großkopf-Gecko aus Madagaskar (Paroedura Picta) hat nicht nur ein niedliches Erscheinungsbild, sondern ist auch in seinem Verhalten ein interessanter und intelligenter Gecko.

putziger Panther Gecko

Gerne wird diese mittelgroße und nachtaktive Echse im Wohnzimmer in einem Wüsten-Terrarium gehalten, wo man sie dann nur in der Dämmerung zu Gesicht bekommt. Aufgrund dessen, dass man die Wüstenverhältnisse durch Licht und Wärme simuliert, besteht die Möglichkeit diesen dauerhaften Rhythmus entsprechend nach Vorn oder nach Hinten zu verlegen, um seine schuppigen Mitbewohner auch bewundern zu können. (z.B. nach Feierabend)


Wenn junge Panther Geckos ins Terrarium eingesetzt werden, gewöhnen sie sich schnell an ihre neue Umgebung. Um diese putzigen Tiere auch an sich zu gewöhnen, kann man mehrmals am Tag vor dem Terrarium stehen und seine Geckos ansprechen. Es macht auch Sinn eine feste Futterzeit zu haben und dabei zu versuchen, die hungrigen Mäuler per Pinzette zu füttern. Das Insekt an der Pinzette muß sich deutlich bewegen, um den Futterreiz beim Paroedura Picta zu fördern.
Schlüpflinge, die auf diese Weise heranwachsen zeigen später im Terrarium ein ruhiges und zutrauliches Verhalten. Zudem kann der Gecko gelegentlich auch tagsüber gefüttert werden, was den positiven Effekt bringt, dass dieses nachtaktive Tier auch mal am Tage aus seinem Versteck kriecht.


Am einfachsten wird der intelligente Picta Gecko „handzahm“, indem man sich einen Schlüpfling im Alter von 8 bis 12 Wochen nach Hause holt und ihn vorerst in einem länglichen Aufzuchtbecken großzieht (Licht- und Wärme-Verhältnisse müssen natürlich passen). Auf der breiten Fläche hat man die Gelegenheit dem Winzling mit der flachen Hand geduldig näher zu kommen. Der Großkopf-Gecko kann somit selber entscheiden, wie er sich gegenüber der menschlichen Hand verhält. Meist dauert es nicht lange und es wird geschnüffelt oder sogar der Finger beleckt. Bei regelmäßiger Handhabe wird der Gecko bald ohne Scheu auf die Handfläche klettern.

Gewöhnung an die Hand

Das Heranwachsen dieses knuffigen Tieres zu erleben, kann sehr spannend verlaufen. Der frische Schlüpfling aus dem Ei springt noch sehr aufgeregt durch die Gegend und wird Woche für Woche ruhiger, so dass er sich nach einiger Zeit auch auf der Hand ruhiger verhält. Mitunter reagiert der Gecko schreckhaft oder unsicher auf der Hand und stellt plötzlich seine Schwanzspitze steil nach oben. Man kann diese aber behutsam mit dem Finger heruntersteifen und der Gecko nimmt eine entspannte Haltung ein – hierbei rollte er entweder seinen Schwanz etwas ein oder legt ihn flach auf die Hand.


 
 

Genügsam wird bald die neue Umgebung erkundet und in den jungen Tagen wählt der Mini-Drache bereits einen Ort für seine regelmäßigen „Geschäfte“. Bei seinem Klogang sieht es aus, als wenn sein Schwanz vibriert und währenddessen wird ein dunkelbrauner Haufen mit weißem Klecks ausgeschieden. Da der Paroedura Picta an dieser Stelle fortan seine Fäkalien ablegt, spricht man von „stubenrein“.


Der sonnige, heiße und sandige Wüstenbereich wird am Tage nicht besucht, aber das Geckokind legt sich gern in die Nähe, genießt die Wärme und beäugt die Gegend. Bevorzugt benutzt der junge Sonnenanbeter hierfür einen höher liegenden Aussichtsplatz, ein Stück Holz oder einen warmen Schieferstein. Vorbeihüpfende Futterinsekten werden nebenbei verspeist.


   

Im kühleren Bereich des Aufzuchtbeckens befindet sich die Feuchtbox (Wetbox), welche ein Paroedura Picta zum Häuten aufsucht oder um in einem extra kühlen und feuchten Versteck zu verweilen. Nach der Häutung kann der Schlüpfling evtl. heller, dunkler oder leuchtender ausschauen, was sich beim adulten Tier legt, da es bis dahin seine feste Farbstruktur hat.


Nicht selten kann man den jungen Gecko sehen, wie er durch seinen Wassernapf krabbelt oder mit seiner Zunge einen Schluck nimmt. Manchmal bleibt er sogar für längere Zeit im Wasser stehen.

wasserfreudige Schlüpflinge

Mit zunehmenden Alter wird der agile Schlüpfling ruhiger, wenn er seine Umgebung gut kennt. Er erschickt auch nicht, wenn man ins Terrarium hineinfasst und ihn dabei mit dem Finger berührt. Ganz keck wuselt er sogar zwischen den Fingern herum, wenn man die Kotecke reinigt oder an den Pflanzen buddelt. Der adulte Gecko bewegt sich nahezu majestätisch und liegt vor Einbruch der Dämmerung auf seinem Lieblingsaussichtsplatz.

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Beim Umsetzen des sub-adulten Geckos in eine neue Umgebung, nimmt er seinen neuen Lebensraum ins Visier. Falls zudem ein weiterer Panther Geckos anwesend ist, macht sich der Neuankömmling mit dessen Bereichen und Wegen vertraut. Es schaut äußerst interessant aus, wie der neue Picta hierbei teilweise hochbeinig und schaukelnd voran schreitet.


Hat sich die Echse mit der Zeit an seinen „Futtergeber“ gewöhnt, dann kann man ihn gern auf der Hand, dem Arm oder am Hals und sogar auf seinem Pulli krabbeln lassen. Jedoch muss man sein Tierchen immer im Auge behalten, denn der Gecko ist neugierig und wird wahrscheinlich versuchen sich zu entfernen. Damit dies nicht passieren kann, ist es ratsam seinem schuppigen Schützling eine kleine Höhle anzubieten, z.B. eine hohle Hand oder der Ärmel des Pullover.
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