Terrarium (120er)

Ein großes OSB-Holzterrarium (120x50x50) bietet nun ausreichend Platz für CasaNova & DarkNess.
Da es ein Pärchen ist, mussten sie getrennt werden, aber damit die Tiere dennoch hin und wieder die Möglichkeit haben sich zu sehen oder zu riechen, hat Torsten mittig eine Netzgitter-Trennwand eingebaut.

Der linke Bereich ist für meine zahme DarkNess und die rechte Seite ist für Torsten seinen kecken CasaNova. (Abends sitzt er manchmal unter der Mondlichtlampe an der Trennwand und schaut rüber zu DarkNess.)

9 Infos zu “Terrarium (120er)

  1. Projekt: Terrariumbau

    Begonnen habe ich zunächst mit dem Innenleben aus Styropor. (Rückwände und kleine Felsvorsprünge auf mehreren Etagen) In der Mitte blieb Platz für die Netzgittertrennwand, die mein Mann baute.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD

    Die Styroporstücke befestigte ich mit Streichhölzern. (Man kann auch Zahnstocher nehmen.) Verstecke, eine kleine Wasserstelle und eine Wetbox (Feuchtversteck) habe ich direkt beim Bau integriert. Anschließend strich ich mehrere Schichten schnell trocknenden Fliesenkleber drüber und danach fügte ich entsprechende Farben in die Masse, um den letzten Anstrich zu machen. Insgesamt habe ich für das große Holz-Terrarium knapp 10 kg Fliesenkleber verbraucht.
    Nachdem alles komplett getrocknet war, setzte ich noch einige Farbakzente, so dass an beiden Außenseiten alles in Sandfarbe war und zur Mitte hin rötlich wurde.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD
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    In der selben Farbkombination bepinselte ich auch den Frontrahmen des Terrariums.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD

  2. Projekt: Elektrik

    In der Zwischenzeit hatte Torsten das Trenngitter fertig und auch die beiden 60er Exo-Terra umgebaut. Wichtig war für uns, dass wir alle 3 Leuchtmittel jeweils per Zeitschaltuhr zuschalten können.
    In die äußeren Fassungen kamen 28 Watt Eco-Halogenbirnen zum Zuschalten und daneben 24 Watt Sparleuchten als Tages-Dauerlicht. In der Mitte des Terrariums steckt das blaue Licht, welches Mondlicht simulieren soll. (Je 1 Spot wird weiter unten erkläurt.)
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD


    Im Wohnzimmer räumten wir ein wenig um, somit steht das riesige Holz-Terrarium ab sofort zwischen den beiden Glas-Terrarium mit den Vogelspinnen.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD

  3. Projekt: Stubenrein

    Insgesamt gesehen haben die Pictus Gecko nicht nur ihre individuellen Persönlichkeiten, sondern sind zudem recht intelligent. Nachdem die Tiere nämlich ihr neues Terrarium begutachtet haben, wissen sie wie und wo dort alles erreichbar ist. Z.B. wird der Gecko seine Kotecke nicht neben der Schlafhöhle wählen. Das sollte man unterstützen, in dem man 2-3 Tage die „Häufchen“ an der ausgewählten Stelle sammeln.

    Wir haben dafür eine Sandecke gebaut, da man den Kot dort gut sieht und rückstandslos entsorgen kann.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD

  4. Projekt: Wärme-Spot

    Die Geckos haben in ihrer Ursprungsheimat Temperaturen bis zu 35°C und manchmal auch ein paar Grad mehr. Allerdings liegen die Tiere eher nicht in der heißen Sonne, sondern verkriechen sich, bis zur Dämmerung, lieber in feuchten Höhlen. Damit es am Tage auch im Terrarium hohe Temperatuen gibt, wird ein Spot mit entsprechend hoher Wattzahl integriert. Er hängt jeweils an der Sandseite.

    Die Spots für unsere 2 Geckos habe wir natürlich nicht gekauft, sondern auch wieder selber gebaut. Je ein winziges Loch oben im Terrarium für das Stromkabel und daran eine GU10-Fassung. Als Spot dient die kleine Version der GU10-Halogenlampe mit 35 Watt (185lm / 2900k) und einem Mini-Tontopf als Lampenschirm. Jede davon strahlt auf eine dunkle, im Sand liegende, Schieferplatte, welche durch den heißen Lichtkegel etwas Wärme für die Nacht speichert.

    Beide Spots hängen in einem entsprechenden Abstand zum Boden und „beheizen“ in kurzer Zeit den Sandboden und die Schieferplatte auf gute 35 Grad Celcius.

    Unsere Zeitschaltuhr aktiviert diese Halogenlampen in den kühlen Monaten 2 Stunden zur Mittagszeit und noch mal 2 Stunden gegen Abend, bevor die Dämmerung eintritt.

    Sobald in den Sommermonaten unsere Raumtemperatur deutlich über 25 °C steigt, verkürzen wir die Zeitschaltuhr, um je eine Stunde oder deaktivieren sie sogar, denn zuviel Hitze kann zur Gefahr für die Paroedura Pictas werden!
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD

  5. Projekt: Hygro- und Thermometer

    Wir nutzen in diesem Terrarium (120x50x50) zwei winzige digitale Hygro-Thermo-Meter mit Batterie und ein größeres mit Solar.

    Preis für das winzige digitales Hygro-Thermo-Meter 1,30€ aus China.
    Preis für die größere Kombi mit Solar 8,50€ aus Berlin.

    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD

  6. Projekt: Futterbox

    Wir gewöhnten unsere Picta Geckos daran, ihre lebendige Mahlzeit von der Pinzette zu nehmen. Die Paroedura Pictas sind sehr gelehrig und laufen sogar hinter dem Futter an der Pinzette hinterher. Mittlerweile füttern wir nur 1x die Woche mit Pinzette und die anderen Mahlzeiten müssen sich unsere Lieblinge selber fangen.


    Hier noch ein praktischer Tipp:
    Damit nicht die lebendige Tagesration im Terrarium rumflitzt, kann man eine Kunststoffdose nehmen und unauffällig im natürlich eingerichteten Terrarium unterbringen. (größere Grillen könnten ggf. trotzdem heraushüpfen) Die Öffnung kann aber mit einer kleinen Baumrinde abgedeckt werden – zumindest soviel, dass ein kleiner Spalt über bleibt, wo der jagende Gecko hineinschlüpfen kann.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD
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  7. Abschluss

    Einige Holzrinden bieten weitere Verstecke. Torsten besorgte zwei Töpfchen mit lebenden Steinen (Sukkulenten), so dass zwischen der Sand-, Torf-, Gestein- und Holzoptik auch etwas grünliches zum Vorschein kam. Ansonsten macht sich auch das Efeu und der Pfennigbaum sehr gut, zumindest lassen sich die Dickblattgewächse in so einer halbtrockenen Wüstenumgebung hervorragend halten.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD
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    Linke Seite:
    Die Wetbox (Feucht-Versteck mit 3-6 cm hohem feuchten Moos oder Cocos-Torf) befindet sich rechts im Bild. Zusehen ist lediglich der Höhleneingang.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD

    Rechte Seite:
    Hier befindet sich das Feucht-Versteck links im Bild und auch hier sieht man lediglich den Höhleneingang.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD


    Pflanzen-Deko
    Zur schöneren Optik kann man Deko-Efeu im Terrarium anbringen, denn weder Geckos, noch Grillen knabbern es an.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD


  8. Pflanzen

    Zuerst bestückten wir das Terrarium mit Efeu, aber das benötigt viel Wasser und es muss ständig gegossen werden.
    Wir sind auf den Pfennigbaum umgestiegen, denn er verträgt direktes Sonnenlicht und benötigt nur wenig Wasser. Die Picta-Geckos sind keine Pflanzenfresser, sie werden möglicherweise nur auf den Ästen herumklettern.
    Pflanzen
    Pflanzen

  9. Erweiterung

    Unsere erwachsene Paroedura Pictas haben sich in ihrem Terrarium hervorragend eingelebt und bekamen jeder noch ein weiteres Versteck hinzu. Es ist wieder eine selbstgebaute Höhle aus Styropor, welche direkt unter dem Dach angebacht ist.
    Nach einigen Tagen haben DarkNess & CasaNova ihr neues Versteck als vollwertige Schlafhöhle anerkannt und steigen dafür sichtbar gern an der gut strukturierten Rückwand empor.
    Höhle selbstgebaut
    Höhle selbstgebaut

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