Erscheinungsbild des Großkopfgeckos ©

Die Anatomie des Madagaskar Großkopfgecko ist vergleichbar mit vielen anderen Geckoarten und wir stellen lediglich seine Erscheinung überschaubar in Bild und Text dar.

    Wissenschaftlicher Name: Paroedura picta

    • Überordnung: Schuppenechsen (Lepidosauria)
    • Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
    • Familie: Geckos (Gekkonidae)
    • Gattung: Paroedura
    • Art: Paroedura picta

Körper
Jedes Schuppenkriechtier hat einen mehr oder weniger langgestreckten Körper, ergo auch der Madagaskar Großkopfgecko. Der Körper ist in drei Bereiche gegliedert: Kopf, Rumpf und Schwanz. Jeder hat eine bestimmte Funktion.

Madagaskar Großkopfgeckos - Paroedura picta Geckos - Bielefeld
Madagaskar Großkopfgeckos - Paroedura picta Geckos - Bielefeld

Kopf
Das auffälligste Merkmal eines Paroedura picta ist der große Kopf, denn er ist im Verhältnis zu seinem Körper und den Gliedmaßen ziemlich groß. Aus diesem Grund hat dieses kleine Reptil seinen deutschen Namen „Großkopfgecko“. Am Kopf befinden sich die Fernsinnesorgane: Maul, Nase, Augen und Ohren.

Madagaskar Großkopfgeckos - Paroedura picta Geckos - Bielefeld

Maul
Das Maul dient zum Verschlingen großer Futterinsekten und kann dazu extrem weit geöffnet werden.

Nase
Die Nase befindet sich an der Spitze des Kopfes. Zwei kleine Öffnungen oberhalb vom Maul deuten also auf die Nasenlöcher hin.

Madagaskar Großkopfgeckos - Paroedura picta Geckos - Bielefeld

Zunge
Geschmacksknospen sowie Geruchspartikel werden mit der Zunge aufgenommen, indem die Zunge aus dem Maul heraus- und wieder hineinbewegt wird.

Madagaskar Großkopfgeckos - Paroedura picta Geckos - Bielefeld

Ohren
Die kleinen Ohrenöffnungen befinden sich auf beiden Seiten des Kopfes und sitzen weit im hinteren Bereich.

Madagaskar Großkopfgeckos - Paroedura picta Geckos - Bielefeld

Augen
Die seitlich sitzenden großen Augen stehen ein wenig hervor. Der Großkopfgecko besitzt keine Augenlieder, somit ist es ihm nicht möglich, seine Augen zu schließen. Er befeuchtet sie hin und wieder mit der Zunge. Farblich sind sie dunkel, aber können auch bläulich oder grünlich schimmern.

Madagaskar Großkopfgeckos - Paroedura picta Geckos - Bielefeld

Pupille
Die dämmerungsaktiven Picta-Geckos haben eine schlitzförmige, senkrechte Pupille. Sie können damit im Zwielicht perfekt sehen.


Rumpf
Der Madagaskar Großkopfgecko hat einen mäßig gestreckten Rumpf. Der Körperbau des Männchens ist stattlich, beim Weibchen leicht bauchig. Die kräftigen und gut entwickelten Gliedmaßen liegen seitlich am Rumpf an.

Madagaskar Großkopfgeckos - Paroedura picta Geckos - Bielefeld

Perfekter Körperbau eines adulten Großkopfgecko


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Bauch
Die Haut am Bauch fühlt sich sehr weich und glatt an. Sie ist ohne Farbstruktur.

Vorder- und Hinterbeine
Alle vier Gliedmaßen können angewinkelt, gestreckt oder entspannt sein. Beim Schlafen werden sie nach hinten geschoben. Die Vorderbeine liegen dann eng am Körper und die hinteren Beine liegen parallel zum Schwanz. Die Hinterbeine sind ein wenig kräftiger und länger als die Vorderbeine.

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Zehen
Die Zehen stehen fast sternförmig am Ende der Vorder- u. Hintergliedmaßen ab. Beim genauen Hinsehen sind winzige, fast unscheinbare und ungefährliche Krallen zu erkennen. In Verbindung mit den beweglichen Zehen kann der Großkopfgecko sich hervorragend festhalten und auch an strukturierten Flächen hochklettern. An glatten Oberflächen (z.B. Glas) kann er nicht hochklettern, weil er keine Lamellen (Glashaftung) besitzt.


Schwanz
Für eine Echse ist der Schwanz ein sehr wichtiges Organ seines Körpers, denn er unterstützt Fortbewegung und Sozialverhalten und dient zudem als Fettspeicher. Paroedura picta haben bei regelmäßiger Fütterung einen gleichmäßig verlaufenden, aber kräftigen Schwanz. In der Regel ist der Schwanz genau so lang wie der Körper.

Madagaskar Großkopfgeckos - Paroedura picta Geckos - Bielefeld

Gleichbleibend gut gewachsener Schwanz


Schwanzansatz
Der Schwanzansatz ist beim männlichen Großkopfgecko recht breit.

Schwanzspitze
Die Schwanzspitze verläuft gleichmäßig spitz zu.

Kloake
Über die Kloake werden die verdauten Überreste der Nahrung ausgeschieden. Beim Weibchen werden darüber auch die Eier abgesetzt. Beim Männchen liegen hinter der Kloake die Hemipenistaschen aus denen bei der Paarung die Spermien in die Kloake des Weibchens befördert werden.



Haut
Umhüllt wird der gesamte Körper eines erwachsenen Geckos mit einer zähen und rauen Oberfläche (Epidermis). Im Vergleich zu Echsen ist diese mehrschichtige Schuppenhaut sehr geschmeidig. Sie fühlt sich trocken an und ist leicht gekörnelt (ähnlich wie ein Noppen-Gummi eines Tischtennisschlägers). Die weiche Haut bildet die typischen Schuppen und bietet äußerlichen Schutz vor Verletzungen. Beim Paroedura picta ändert sich das Farbkleid nach Beendigung des Schlüpflingsalters und solange der Gecko wächst muss er von Zeit zu Zeit die oberste Hautschicht abstreifen, da diese nicht mit wächst – er häutet sich.

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Auf der Haut sieht man kleine spitze Noppen



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