Jungfernzeugung (Parthenogenese) *neu

Man hat herausgefunden, das meist dämmerungs- und nachtaktive Geckos sich per Jungfernzeugung (Parthenogenese) fortpflanzen können, d.h. ein Weibchen kann tatsächlich befruchtete Eier legen ohne Mitwirkung eines männlichen Geckos. Der bekannteste Gecko heißt daher Jungferngecko.

Die Parthenogenese ist eine Form der eingeschlechtlichen Fortpflanzung, bei der der Nachwuchs aus unbefruchteten Eizellen entsteht. Lange Zeit war in der Forschung noch nicht klar, ob bei Wirbeltieren die Fortpflanzung auch ohne Männchen möglich sei. In Zoologischen Gärten können tatsächlich einige weibliche Tiere auf Parthenogenese umschalten. Bekannt ist die eingeschlechtliche Fortpflanzung bisher bei einigen Haien, Echsen und diversen Schlangen. Man vermutet, dass Hormone dem Körper vorgaukeln, dass die Zelle befruchtet wurde und setzen somit ihre Teilung in Gang.

Manche Weibchen können die Fähigkeit zur Jungfernzeugung haben, um aus einer unbefruchteten, also vaterlosen Zelle einen gesunden Embryo entstehen zu lassen und wir haben bei unseren Madagaskar Großkopfgeckos ähnliche Phänomene festegestellt. Unser erstes Paroedura picta Weibchen sollte nur einmal Nachkommen zeugen, saß daher nur 2 Wochen beim Bock und legte im Anschluss 6 Monate lang Eier. Danach war Pause, doch nach 3 Monaten verbuddelte unser Weibchen erneut ein Gelege.
Es ist zwar beim Madagaskar Großkopfgecko bekannt, dass die weiblichen Tiere den Samen über einige Zeit speichern können, um regelmäßig Eier abzusetzen. Jedoch hat unser Weibchen nach weiteren 4 Monaten wieder 2 Eier in den Sand gelegt und nach 2 Monaten noch mal ein Gelege.
Aus wissenschaftlicher Neugierde haben wir all diese Eier inkubiert und es schlüpften gesunde Mini-Drachen aus den Eiern.



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