Inkubator (Brutbox)

Reptilieneier lassen sich am gesündestengesündesten bei warmen Temperaturen ausbrüten. Mit einem geeigneten Brutapparat kann man Zuhause die Eier seiner Zuchttiere selber inkubieren. Bevor die Eier zum Brüten eingesetzt werden, sollte der Inkubator grundsätzlich einige Zeit in Betrieb sein, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Die Luftfeuchtigkeit muss zwischen 80% bis 95% liegen – es darf aber nicht nass im Gerät werden und es dürfen sich auch keine Tropfen bilden.

Zum Madagaskar Grosskopfgecko (Paroedura picta) sind bisher noch keine garantierten Inkubationsergebnisse in Erscheinung getreten. Zumindest kann man davon ausgehen, je länger die Inkubationszeit, umso gesünder und robuster werden die Schlüpflinge.

Wir konnten bei unseren bisherigen Nachzuchtgeckos interessante Ergebnisse vermerken.

Auswertung unserer Nachzuchten

TemperaturDauermännlichweiblich
Unter 24 °Cmöglich, aber nicht empfehlenswert
24 - 25 °C90 - 95 Tage
6 (30 %)
10 (50 %)
25 - 26 °C80 - 90 Tage
0 (0 %)
1 (0,5 %)
26 - 27 °C70 - 80 Tage
1 (0,5 %)
2 (1 %)




Unser selbst gebauter inkubator

Mein Mann und ich basteln ständig und besonders für unsere Tiere bauen wir sehr gern. Erst waren es Terrarien sowie Zubehör und nun haben wir eine Brutbox selber gebaut.

Begonnen hatte alles auf der Reptilien-Messe in Hamm, als wir uns das junge Paroedura Picta Pärchen gekauft hatten. Infos zu den Tieren gab es jedoch nicht, ausser daß wir sie problemlos zusammensetzen können…. hmmm, aha – gesagt, getan….

Nach einigen Tagen recherchierte ich erneut nach Details zu Größe, Gewicht und Alter und es im Nachhinein stellte sich heraus, dass beide Tiere bereits im geschlechtsreifen Alter waren. Wir haben unsere beiden Geckos rasch in separate Terras gesetzt, doch das Weibchen hat nach der Trennung angefangen die ersten 2 Eier in ihre Wetbox zu legen. Wir wussten, dass es nicht bei diesen einen Gelege bleibt, also päppelten wir unser Muttertier mit ausreichend Calcium und Vitamine auf und sie dankte es uns mit prächtigem Nachwuchs.

Nun kam die Frage auf, was wir mit den Eiern machen…..
Es war uns rasch klar, dass wir den Paroedura Picta Eierbum erstmal weiter sammeln und beobachten, also musste eine Brutstation her.

Bei der Suche im WWW habe ich diverse Inkubatoren gefunden, welche alle ab 50 Euro aufwärts lagen. Wir beschlossen selber einen Inkubator zu basteln und besorgten uns:

  • dicke Thermobox aus Styropor (45x45x45) – 7,00€
  • Aquarium-Heizstab (bis 50 Watt) – 5,00€ (China)
  • Hygro-Thermo-Meter, digital – 1,30€ (China)
  • breite Wasserflasche (2 Liter) – 0,80€
  • 2 gleich-kleine Plastikboxen – 0,30€

Alles zusammen weit unter 20 €


Der Aquarium-Heizstab kam in die, mit normalem Wasser gefüllte, Wasserflasche und sollte auf 26°C aufheizen.
Die Thermobox unterteilte ich innen für den Heizbereich mit der Flasche und für den Brutbereich mit einer der kleinen Plastikboxen, damit sie sich, inkl. Erde-Sandgemisch, auf die 26°C erwärmt. Zur Wäme- und Feuchtigkeitskontrolle kam noch das digitale Hygro-Thermo-Meter hinzu.
Die andere kleine Plastikbox war als Ersatz gedacht bzw. auch zum direkten Wechseln der Wetbox aus dem Terrarium in den Inkubator.

Große Thermobox aus Styropor (links, Stromanschluss vom Heizstab).
Schwarze Filzplättchen zum leichteren Öffnen angebracht.

Links wird beheizt und rechts kann bei ca. 26°C inkubiert werden.
Die Aquariumheizung in der Flasche erwärmt nicht nur das Wasser, sondern es bietet ebenso die nötige Luftfeuchtigkeit. Um vorsorglich überschüssige Feuchtigkeit abzufangen, ist es hilfreich ein saugfähiges Papiertuch unter die kleine Plastikbox zu legen.

Wichtig ist dabei, dass die Eier niemals feucht liegen oder feucht werden!!!

Bevor überhaupt das erste Gelege in den selbstgebauten Inkubator kam, haben wir hin und her getestet, wie wir die erfordliche Luftfeuchtkeit bekommen, ohne dass sich Wassertropfen bilden. Die große Wasserflasche hatte ich vorher „geköpft“, aber dadurch entstand allerdings sehr viel Feuchtigkeit und so habe ich später alles soweit zu geklebt, bis Luftfeuchtigkeit und Temperatur übereinstimmten.



Ein Paroedura Picta Weibchen kann 5 – 10 befruchtete Gelege verbuddeln. Unser Weibchen hat, nach der Trennung vom Männchen, reichlich Eier nachgelegt. Beim 1. Gelege von DarkNess war ein Ei unbefruchtet und aus dem 2. Ei erblickte nach 71 Tagen ein hübscher Schlüpfling das Licht der Welt. (DarCas) Vom 2. Gelege schlüpfte nach 67 Tagen ein süßer Fratz.

Wie man sieht, liegen jetzt immer noch 11 Eier in der Box. Davon sind die 2 Eier unten rechts erst zum Schluss hinzugekommen. In der Eier-Ablage-Box ist deutlich zu erkennen, dass obwohl das Hygrometer 99% anzeigt, dass das Sand-Erde-Gemischt trocken ist und sich auch am Rand keine Dunsttropfen bilden.

Eine Info zu “Inkubator (Brutbox)

  1. Erweiterung

    Nachdem die ersten 3 junge Paroedura Picta in unserem selbgebauten Inkubator zur Welt kamen, haben wir die Eier-Ablage-Box gegen eine Kleinteile-Box mit 18 Fächern ausgetauscht und ein neues Hygro-Thermometer mit Sensor integriert.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD

    Kurz darauf schlüpften die nächsten 2 Geckos.
    PAROEDURA PICTA GECKOS AUS BIELEFELD

    Jedes Fach der 18er-Eier-Ablage-Box ist durchnummeriert, ( 1-18 ) denn so kann noch besser Buch geführt werden. (Gelege-Nr. / Eier-Fach, usw.)

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