Inkubator (Brutbox)

Reptilieneier lassen sich am gesündesten bei warmen Temperaturen ausbrüten. Mit einem geeigneten Brutapparat (Inkubator) können die Eier seiner Zuchttiere ausgebrütet werden. Bevor die Eier zum Brüten eingesetzt werden, sollte der Inkubator grundsätzlich einige Zeit in Betrieb sein, damit die gewünschten Temperaturen und eine konstante Luftfeuchtigkeit zwischen 80% bis 95% dauerhaft erreicht sind. Wichtig ist, dass die Eier niemals zu nass liegen oder durch Tropfen, die sich im Gerät bilden, von oben feucht werden.

Zum Madagaskar Grosskopfgecko (Paroedura picta) sind bisher noch keine garantierten Inkubationsergebnisse in Erscheinung getreten. Zumindest kann man davon ausgehen, je länger die Inkubationszeit, umso gesünder und robuster werden die Schlüpflinge.

Wir konnten bei unseren bisherigen Nachzuchtgeckos interessante Ergebnisse vermerken.

Auswertung unserer Nachzuchten

TemperaturDauermännlichweiblich
21 - 23 °Cüber 120 Tage, aber nicht empfehlenswert
23 - 24 °C100 - 110 Tage
6 (29 %)
10 (48 %)
24 - 25 °C90 - 100 Tage
0 (0 %)
1 (5 %)
25 - 26 °C80 - 90 Tage
2 (10 %)
2 (10 %)
26 - 27 °C70 - 80 Tage
0 (0 %)
0 (0 %)

Wir haben das Inkubieren unter 24°C noch nicht ausprobiert, aber ein befreundeter Züchter aus den USA hat damit bereits erfolgreich inkubiert.


Nachdem die ersten 3 junge Paroedura picta in unserem selbstgebauten Inkubator zur Welt kamen, haben wir die Eier-Ablage-Box gegen eine übersichtliche Kleinteile-Box mit 18 Fächern ausgetauscht und ein neues Hygro-Thermometer mit Sensor integriert. Jedes Fach der 18er-Eier-Ablage-Box ist durchnummeriert, ( 1-18 ) denn so kann noch besser Buch geführt werden. (Gelege-Nr. / Eier-Fach, usw.)

2 Infos zu “Inkubator (Brutbox)

  1. Unser selbst gebauter Inkubator

    Mein Mann und ich basteln ständig und besonders für unsere Tiere bauen wir sehr gern. Erst waren es Terrarien sowie Zubehör und nun haben wir eine Brutbox selber gebaut.

    Begonnen hatte alles auf der Reptilien-Messe in Hamm, als wir uns das junge Paroedura picta Pärchen gekauft hatten. Infos zu den Tieren gab es jedoch nicht, ausser daß wir sie problemlos zusammensetzen können…. hmmm, aha – gesagt, getan….

    Nach einigen Tagen recherchierte ich erneut nach Details zu Größe, Gewicht und Alter und es im Nachhinein stellte sich heraus, dass beide Tiere bereits im geschlechtsreifen Alter waren. Wir haben unsere beiden Geckos rasch in separate Terras gesetzt, doch das Weibchen hat nach der Trennung angefangen die ersten 2 Eier in ihre Wetbox zu legen. Wir wussten, dass es nicht bei diesen einen Gelege bleibt, also päppelten wir unser Muttertier mit ausreichend Calcium und Vitamine auf und sie dankte es uns mit prächtigem Nachwuchs.

    Nun kam die Frage auf, was wir mit den Eiern machen…..
    Es war uns rasch klar, dass wir den Paroedura picta Eierboom erstmal weiter sammeln und beobachten, also musste eine Brutstation her.

    Bei der Suche im WWW habe ich diverse Inkubatoren gefunden, welche alle ab 50 Euro aufwärts lagen. Wir beschlossen selber einen Inkubator zu basteln und besorgten uns:

    • dicke Thermobox aus Styropor (45x45x45) – 7,00€
    • Aquarium-Heizstab (bis 50 Watt) – 5,00€ (China)
    • Hygro-Thermo-Meter, digital – 1,30€ (China)
    • breite Wasserflasche (2 Liter) – 0,80€
    • 2 gleich-kleine Plastikboxen – 0,30€

    Alles zusammen weit unter 20 €


    Der Aquarium-Heizstab kam in die, mit normalem Wasser gefüllte, Wasserflasche und sollte auf 26°C aufheizen.
    Die Thermobox unterteilte ich innen für den Heizbereich mit der Flasche und für den Brutbereich mit einer der kleinen Plastikboxen, damit sie sich, inkl. Erde-Sandgemisch, auf die 26°C erwärmt. Zur Wäme- und Feuchtigkeitskontrolle kam noch das digitale Hygro-Thermo-Meter hinzu.
    Die andere kleine Plastikbox war als Ersatz gedacht bzw. auch zum direkten Wechseln der Wetbox aus dem Terrarium in den Inkubator.

    Große Thermobox aus Styropor (links, Stromanschluss vom Heizstab).
    Schwarze Filzplättchen zum leichteren Öffnen angebracht.

    Links wird beheizt und rechts kann bei ca. 26°C inkubiert werden.
    Die Aquariumheizung in der Flasche erwärmt nicht nur das Wasser, sondern es bietet ebenso die nötige Luftfeuchtigkeit. Um vorsorglich überschüssige Feuchtigkeit abzufangen, ist es hilfreich ein saugfähiges Papiertuch unter die kleine Plastikbox zu legen.

    Wichtig ist dabei, dass die Eier niemals feucht liegen oder feucht werden!!!

    Bevor überhaupt das erste Gelege in den selbstgebauten Inkubator kam, haben wir hin und her getestet, wie wir die erforderliche Luftfeuchtigkeit bekommen, ohne dass sich Wassertropfen bilden. Die große Wasserflasche hatte ich vorher „geköpft“, aber dadurch entstand allerdings sehr viel Feuchtigkeit und so habe ich später alles soweit zu geklebt, bis Luftfeuchtigkeit und Temperatur übereinstimmten.



    Ein Paroedura picta Weibchen kann 5 – 10 befruchtete Gelege verbuddeln. Unser Weibchen hat, nach der Trennung vom Männchen, reichlich Eier nachgelegt. Beim 1. Gelege von DarkNess war ein Ei unbefruchtet und aus dem 2. Ei erblickte nach 71 Tagen ein hübscher Schlüpfling das Licht der Welt. (DarCas) Vom 2. Gelege schlüpfte nach 67 Tagen ein süßer Fratz.

    Wie man sieht, liegen jetzt immer noch 11 Eier in der Box. Davon sind die 2 Eier unten rechts erst zum Schluss hinzugekommen. In der Eier-Ablage-Box ist deutlich zu erkennen, dass obwohl das Hygrometer 99% anzeigt, dass das Sand-Erde-Gemischt trocken ist und sich auch am Rand keine Dunsttropfen bilden.

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