Aufzuchtsbecken

Sobald die jungen Paroedura pictas ordnungsgemäß heranwachsen sind, der Bauchnabel gut verheilt ist und jeder selbstständig die lebendige Nahrung fangen kann, dürfen die jungen Geckos die Aufzuchtbox verlassen und in eine größere Behausung umziehen.

Für die Größe des Aufzuchtbeckens sind keine Grenzen gesetzt. Wir haben dazu eine flache Kunststoffwanne mit gesichertem Deckel hergerichtet, in der die Schlüpflinge zum ersten Mal mit natürlichem Bodengrund (Sand-Erde-Gemisch) in Berührung kommen. Im Deckel haben wir mehrere Bleistiftmienengroße Löcher gebohrt, um für eine ausreichende Belüftung zu sorgen, aber ohne dass die kleinen Futterinsekten entweichen können. Die flache Wanne ist praktisch, da man nicht mit den Händen von oben auf die Madagaskar Großkopfgeckos zukommt. Ebenso befindet sich eine Feuchtbox in dem Aufzuchtsbecken, damit die Häutung problemlos verlaufen kann. Ein Stück Holz zum Klettern und eine kleine Schieferplatte zum Aufwärmen sind in dem Aufzuchtsbecken recht sinnvoll. Ein Wasserschälchen darf auch nicht fehlen, denn tatsächlich flitzen die Mini-Drachen hin und wieder durch das kühle Nass. Mit einem winzigen Digital-Thermometer wird Luftfeuchtigkeit und Temperatur kontrolliert. Tagsüber müssen 24-30 °C gewährleistet sein. (Im Sommer ist es lange hell und bei sommerlichen Temperaturen reicht tatsächlich das 10-stündige natürliche Tageslicht.) Die Luftfeuchtigkeit schwankt in einer solchen Kunststoffwanne zwischen 40-70%, da sie, wie in unserem Fall, kleiner ist, als das Terrarium für die erwachsenen Panther-Geckos. Dies fördert sogar die Häutung, welche bei den Schlüpflingen noch sehr häufig (fast wöchentlich) verläuft. Ansonsten muss natürlich mit der entsprechende Licht- und Wärmequelle gesorgt werden. Grundsätzlich benutzen wir hierfür einen 28 Watt Strahler, welcher direkt von oben auf die kleine Schieferplatte strahlt, um sie zu erhitzen. Ein Sichtschutz wird nicht benötigt, wenn der Strahler auf der äußersten Ecke des Wannendeckels steht. Die jungen Geckos verweilen am Tage lieber in einem Höhlenversteck oder in der Wetbox. Zum Fressen werden mittlerweile „bestäubte“ kleine und mittlere Steppengrillen geboten, aber es darf hin und wieder auch mal ein saftiger Mehlwurm sein.

Ab jetzt kann man versuchen, die Intelligenz der Panther Geckos zu fördern, in dem man ihre täglichen Kothäufchen an einer Stelle im Becken sammelt (die alten nach 2 Tagen entfernen). Nach kurzer Zeit werden alle heranwachsenden Großkopfgeckos selbstständig an dieser Stelle ihre Fäkalien ablegen – dies vereinfacht bei der Haltung dieser Gattung die tägliche Reinigung. Des Weiteren kann man die Tiere gut an die Hand gewöhnen, in dem man seine Hände auf dem Bodengrund dieser flachen Kunststoffwanne ablegt.

Mit einer Gesamtlänge von ca. 8-11 cm und einem stabilen Gewicht von mindestens 7 Gramm, kann der junge Picta an größere oder auch ausgewachsene Großkopfgeckos gewöhnt werden. Wenn dies problemlos klappt, so darf der gut entwickelte Gecko in das normale Terrarium, mit all den anderen Geckos, umziehen oder man setzt einzelnen Geckos erst noch in eine Art Jungtierbecken.

Wichtig ist während der Zeit im Aufzuchtsbecken, auf die Geschlechter zu achten und sofort männliche Tiere von den weiblichen zu trennen. Eine zweite vorbereitete Wanne mit ausbruchsicherem Deckel schadet daher nicht.

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3 Infos zu “Aufzuchtsbecken

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