Krankheiten

Ein gesunder Paroedura picta hat große leuchtende Augen, geschmeidige Haut und einen ruhigen Atem. Der Kot dieser Tierchen ist dunkel und fest.

Exkrement

In der Natur finden die Echsen ihre erforderlichen calciumreichen Nährstoffe, um ihre Knochen zu stärken und für gutes Wachstum zu sorgen. Als Gecko-Besitzer muss man darauf achten, dass der Großkopfgecko seine Nährstoffe anderweitig bekommt, wie z.B. durch Zusatzpräparaten (Calcium-Pulver, Vitamin D3, Sepia, usw.), welches man auf die Futtertiere stäubt. Bei ausreichend gesunder Ernährung des Geckos sollte sein Kot immer einen geringen Kalkanteil aufweisen. (weißer Klecks, ähnlich wie beim Vogel)

gesunder Kot - Paroedura picta - Großkopfgecko


Vorsorge

Die regelmäßige Wachstumskontrolle hilft, um eventuelle Gesundheitsprobleme vorzubeugen. Sollte einem am Gecko etwas ungewöhnliches auffallen, wie z.B. Gewichtsverlust oder länger andauernde Hautfärbung, dann kontaktieren Sie einen Tierarzt, der sich mit kleinen Reptilien auskennt.
Die letzten 1-2 Kothäufchen könnten ggf. behilflich sein, um eine Krankheit oder einen Parasit zu erkennen.


Hecheln

Im Sommer sind die Außentemperaturen oft sehr hoch, so dass die Raumtemperatur weit über 22°C liegt. Im Terrarium muss an solchen Tagen darauf geachtet werden, dass die Beleuchtung nicht zu viel Hitze produziert.
Die ersten Anzeichen für extreme Wärme in Ihrem Terrarium bemerken Sie an Ihrem Gecko, wenn er hechelt und stark atmet. Spätestens dann muss rasch, aber nicht zu plötzlich, für kühlere Luft gesorgt werden. In diesem Fall sollten tagsüber die Spots ggf. weniger oder gar nicht aktiv sein.


Futterverweigerung oder Abgemagert

Sollte es, nach sonst regelmäßem Appetit, plötzlich so sein, dass der Picta Gecko an Gewicht verliert und ersichtlich ist, dass er nicht mehr fressen mag, dann liegt möglicherweise ein ernstes Problem vor und man sollte rasch einen Tierarzt aufsuchen, der hoffentlich Ahnung von Reptilien hat. Meist reicht ein Besuch ohne den geschwächten Gecko, dafür aber mit aktuellen Kotproben, damit er diese untersuchen kann.
Für den Fall, dass der Paroedura picta zwar nicht abgemagert ist, jedoch weniger frisst, kann man vorsorglich (mehrmals täglich) auf Medikamente zum Aufbau der Darmflora zurückgreifen. Sie stärken Abwehrkräfte gegen Krankheiten und stimulieren den Stoffwechsel. Mit einem hochkonzentrierten Probiotikum wirkt man einer bakteriellen Fehlbesiedlung entgegen und bringt die Gesundheit des Tieres langfristig wieder in Schwung.

Bioserin (für Terrarientiere, u.a.)
Gilt als optimales Aufpäppel-Präparat – auch für Sondenernährung geeignet und ist gut verträglich. Wirkt unterstützend bei Vergiftungserscheinungen, Ernährungsstörungen, Abmagerung infolge von Krankheit und Entkräftung, allgemeiner Konditionsschwäche und Häutungsproblemen.

Weitere Medikamente sind Bene Bac (für Terrarientiere, u.a.) oder Omniflora (für Erwachsene und Kinder; aber auch für die empfindliche Aufzucht von Feldhasenbabys und auch für Reptilien)


Die Anwendung dieser Medikamente kann 3-4 mal täglich verabreicht werden (Mengen entsprechend der Beipackzettel entnehmen) und über einen Zeitraum von 5 bis 7 Tagen erfolgreiche Wirkung zeigen. Ein Tröpfchen ans Maul des Geckos halten bzw. auf seinem Maul ablegen. Durch den Zungenreflex wird der Gecko das Mittelchen schlucken.

Bei weiterer Problematik bitte den Tierarzt aufsuchen!


Quarantäne

Bei undefinierbaren Auffälligkeiten des Geckos oder weichem Kot, sollte das Tier vorsorglich in eine eigene Kunststoffbox, auf einem sauberen Papiertuch, gesetzt werden. Als Versteck reicht eine aufgeschnittene Klopapier-Papprolle. Täglich oder sogar mehrmals täglich sollte Papiertuch und Papprolle bei Verunreinigung erneuert werden.