Madagaskar Grosskopfgecko

Paroedura Picta gehören zu den mittelgroßen Geckos und haben ein außergewöhnliches Aussehen: Das Reptil mit großen Kopf, Kulleraugen und dem freundlichen Gesichtsausdruck.

Geckos gibt es in verschiedenen Gattungen. Manche werden recht groß und einige bleiben klein. Als kleinste Echse der Welt gilt die Sphaerodactylus Ariasae (Gattung: Kugelfingergeckos), mit einer Gesamtlänge von nur 3 cm. Der Rhacodactylus leachianus (Gattung: Lappenfinger), ist einer der größten Geckos der Welt. Bekannter ist er vermutlich unter dem Namen: Neukaledonischer Riesengecko. Seine gesamte Körperlänge beträgt bis zu 36 cm.

Die Paroedura Picta Geckoart kommt ursprünglich aus dem Süden von Madagaskar. Zuerst waren sie bekannt als Paroedura Pictus und umgangssprachlich nennt man sie auch Bodengecko, Ozelot Gecko sowie auch Panther Gecko.


Im Vergleich zu den bekannten Leopardgeckos unterscheiden sich die Großkopfgeckos durch folgende Merkmale:

  • sie sind stubenrein
  • Pictas benötigen kein UV-Licht
  • die Handhabung ist kinderleicht
  • sie sind in der Anschaffung günstiger
  • der Paroedura Picta hat hübsche Kulleraugen
  • diese Echsen besitzen einen sehr großen Kopf
  • Großkopfgeckos sind etwas kleiner als Leopardgeckos

Auf Grund ihrer bescheidenen Größe von nur 18 cm, eignen sich die Paroedura Pictas hervorragend zur privaten Haltung im heimischen Wohnzimmer. Besonders in der heutigen hektischen Zeit dient dieses Stück Natur zur Entspannung.

Um dieser Echse eine artgerechten Haltung zu gewährleisten, sollte ein geräumiges Terrarium zur Verfügung stehen. Eine Kletterwand sowie Verstecke und Grabmöglichkeiten dürfen nicht fehlen. Ebenso lebenswichtig sind die angepassten Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse im Terrarium.

Weiter unten folgt eine sehr ausführliche Beschreibung und ein übersichtlicher Steckbrief zum Panther Gecko.

Paroedura Picta Bielefelder Hobbyzucht
http://paroedura-picta.de

Wer Interesse an diesen reizenden Geckos aus Madagaskar hat, kann sich gern bei uns melden. (WhatsAPP / SMS / Telefon: 0179 / 110 20 31)


Steckbrief

Name:
Madagaskar Großkopfgecko (P.picta, P.pictus, Panther sowie Ozelot Gecko)

Herkunft:
Madagaskar / Südwestmadagaskar / Savanne

Gesetzliche Bestimmungen:
Diese Art ist keinen gesetzlichen Schutzbestimmungen unterstellt.

Lebensweise:
Boden bewohnend / klettert gern / Dämmerungsaktiv

Verhalten:
Friedlich / neugierig / genügsam / gelehrig

Lebenserwartung:
Ca. 10 Jahre (bei artgerechter Haltung)

Vergesellschaftung:
Paroedura Pictas sind in der Natur Einzelgänger.

Futter:
Lebende Grillen, Heuschrecken, Heimchen, aber auch andere ungefährliche Insekten
Beutefang nach Einbruch der Dunkelheit

Temperatur:
Tagsüber 26 – 30 °C / Nachts 18 – 22 °C
Wärmespot bis 35 °C (kurzzeitig und nur punktuell)

Belichtungszeit:
10 – 14 Stunden

Luftfeuchtigkeit:
30 – 60 % / halbtrocken

Schlafplatz:
80 – 90 % (täglich mit Wasser besprühen)

Körperlänge:
15 – 19 cm (Weibchen bleiben meist kleiner, als die Männchen)

Gewicht:
18 – 30 g (je nach Abstammung und Futterzustand)

Aussehen:
Grundfärbung: Schwarz (Melanin), Rot (Erythrin), Gelb (Xanthin)
Oberfläche: Bräunlich mit schwarzen Markierungen sowie helle Bänderung oder Dorsalstreifen
Krallen: Dunkel (bei Jungtieren sehr hell)
Augen: Dunkel mit Pupille oder auch fast schwarz
Bauch: Weißlich

Geschlechtsunterschied:
Nach ca. 6 – 14 Wochen erkennbar
Männchen haben sichtbare Wölbungen an der Schwanzwurzelunterseite (Hemipenistaschen)

Fortpflanzung:
Ein Weibchen kann ca. alle 14 – 28 Tage 2 Eier im Bodensubstrat verbuddeln

Besonderheit:
Man bekommt diese Geckos handzahm und sie machen ihr „Geschäft“ meist an eine bestimmte Stelle. Weibchen können Samen speichern und bis zu 10 weitere Gelege ohne erneute Befruchtung produzieren.

    Paroedura Picta Grosskopfgecko

Allgemeine Beschreibung:

Beim Madagaskar Grosskopfgecko handelt es sich um eine friedliche und anspruchslose Art, die sich hervorragend für Terrarien-Anfänger eignet. Ein Paroedura picta kann ein Alter von bis zu 10 Jahren erreichen, wenn man ihn nicht überfüttert und ihm annähernd passende Wüstenverhältnisse im Terrarium bietet. Auch wenn die Tiere keine Lamellenfinger besitzen, sollten trotzdem entsprechende Klettermöglichkeiten, wie z.B. eine gut strukturierte Rückwand vorhanden sein. Als Bodengrund empfiehlt sich entweder ein Sand-Lehm- oder Sand-Erde-Gemisch.


Seinen deutschen Namen „Großkopf Gecko“ hat er seinem großen Kopf zu verdanken, wogegen sein Körper und seine Beine verhältnismäßig klein erscheinen. Umgangssprachlich nennt man die Pictas auch Boden-Geckos, Ozelot-Gecko sowie auch Panther-Gecko und der frühere Name Pictus scheint auch noch immer geläufig zu sein.


Die 3 Grundfarben bestehen aus schwarz, rot und gelb, aber die Farben sehen nicht so krass auf dem Körper aus, sondern wirken eher grau bis dunkelrot und haben mehrere Cremefarbene Flecken, die bei Jungtieren als leuchtend hell gelbliche Querstreifen vorhanden sind. In der Natur kommen Paroedura Pictas als braune Eidechse mit schwarzen Markierungen vor.
Bis zur Geschlechtsreife verändert sich die Farbstruktur mehrfach. Es gibt unterschiedlichen Farbmuster bei den Paroedura Picta. Z.B. gibt es sehr helle, rote oder auch fast schwarze Tiere. Manchmal können die Tiere einen oder drei Dorsalstreifen aufweisen. (weiße Streifen, die von der Nase oder dem Nacken der Tiere über den Rücken bis zur Schwanzspitze verlaufen) Dorsalstreifen können durchgehend oder auch durch dunkle oder beige Zeichnungselemente unterbrochen sein.
Nach dem Schlüpfen haben die Jungtiere noch nicht ihre endgültige Farbe und Zeichnung. Später, in der Umfärbungsphase bildet sich dann langsam die Adultfärbung der Tiere aus. Etwa mit dem 4. Lebensmonat wird die Umfärbephase beendet.
In einer Hobbyzucht kann es mehrere Farbphasen, einschließlich Hypo, Orange, Anerythristisch und Amelanistisch (Gelb) geben.

  • wildfarben = normal, also was generell in der Natur vorkommt
  • wildfarben, red = normal mit kräftigen Rottönen
  • wildfarben, hell = normal, aber gelblich, teilweise ohne schwarzes Pigment
  • anEnerythristisch = kein rot, geht in Richtung schwarz-weiß
  • aMelanistisch (Hypo) = nur gelbe und rote Farbtöne, kein schwarzes Pigment
  • Xanthic = übermäßig rot und orange, gelb ist normal, mit schwarzen Pigmemt
  • aXanthic = kein gelb und rot, nur schwarz (*)
  • Snow = Kombination aus axanthic und amelanistic. Sie haben kein schwarz, kein rot und auch kein orange! Sie werden weiß geboren, aber bekommen als ausgewachsenes Tier eine schwache rosa Färbung

(a = Farbton nicht vorhanden!)
(*) Zu den normale Abzeichen gehört die weiße Bänderung oder/und auch der weiße Dorsalstreifen.
Es gibt auch Paroedura Picta mit schwarzen oder dunkel-lila Augen. Sie haben einen rosafarbenen bzw. transparenten Bauch.


(Thanx to Paul Morlock)


Wie die meisten Geckos frisst auch dieser seine Haut nach jeder Häutung. Er bevorzugt feuchte Bereiche, damit die Häutung reibungslos voran geht. Während dieser Phase hält er sich vom Lebendfutter fern.
Ein leicht feuchtes Versteck sollte immer in einem Terrarium vorhanden sein. Die anstehende Häutung zeigt sich durch Trübung der Augen und blasse Farben bzw. der Geckos sieht dann aus, wie mit Mehl bestäubt.


Paroedura Picta bewohnt überwiegend Trockenwälder, Savannen und halbwüstenartigen Gebiete. Dieser Lebensraum ist durch enorme Temperaturschwankungen geprägt. Tagsüber kann es extrem heiß werden und nachts kann es zu heftigen Temperaturabfällen kommen, somit wechseln die dort lebenden Echsen gezielt zwischen warmen, sonnigen Stellen und Verstecke im kühlen Schatten.
Ein Terrarium mit einer breiten Fläche von mindestens 60 cm bietet sich an, um einen ähnlichen klimatisierten Tagesablauf für 10 – 14 Stunden zu simulieren. Hierbei sollte die Temperatur am Tag um 26 °C bis 30 °C liegen. Ein Wärme-Spot ist zudem erforderlich, um eine Stelle im Terrarium punktuell bis 40 °C aufzuheizen.


In seinem natürlichen Domizil ist der Paroedura Picta nach Einbruch der Dunkelheit aktiv und geht auf Beutefang. Auf seinem Speiseplan stehen bevorzugt Steppengrillen, Heuschrecken, Heimchen, aber auch vitaminreiche Käfer und Schaben, diverse Würmer und fettreiche Wachsmaden. Er verspeist an Insekten was er findet, weil er instinktiv davon ausgeht, dass er möglicherweise am nächsten Tag keine Nahrung erbeuten könnte.
In der Obhut von uns Menschen müssen wir deshalb darauf achten, dass unsere Lieblinge nicht überfüttert werden!
Ein erwachsener Paroedura Picta benötigt 1 bis 2 mittelgroße Steppengrillen pro Tag oder 3-5 Futtertiere alle 2 Tage. Schlüpflinge müssen jeden Tag lebendes Futter bekommen. Hierfür eignen sich anfangs 4-6 Micro-Heimchen sehr gut. Zudem ist es wichtig, dass man die Futtertiere mit Zusatzpräparaten (Calcium-Pulver, Vitamin D3, Sepia, usw.) gestäubt. Gesunder Kot ist dann dunkel und hat einen weißen Klecks.


Diese Geckoart gehört zu den mittelgroßen Tieren der Gattung. Die Größe des Terrariums sollte für ein Tier nicht zu klein sein! Maße von 80 x 40 x 40 cm oder 60 x 50 x 50 cm wären passend, aber es darf natürlich gern größer sein. Die Männchen können eine Körperlänge von 15 – 19 cm, und dabei ein Gewicht von 20 – 30 g erreichen. Die Weibchen bleiben ca. 1 – 3 cm kleiner und erreichen hierbei ein Gewicht von 15 – 20 g. Den Unterschied zwischen den Geschlechtern kann man im Allgemeinen nach ca. 10 – 14 Wochen bestimmen. Die männlichen Paroedura Picta bekommen gut sichtbare Hemipenistaschen am Schwanzansatz und ausserdem haben sie einen größeren und kräftigeren Kopf, als die Weibchen. Farblich besteht zwischen Männchen und Weibchen allerdings kein Unterschied. Wenn sich die Geschlechtsreife in Gefangenschaft anbahnt, dann müssen die Männchen zwingend von den Weibchen getrennt werden. Pictus Geckos sind sehr fruchtbar und könnten sich ungewollt vermehren, aber hierzu sollte sich jeder Halter dieser Tiere ernste Gedanken machen!

Eine sorgfältige Zucht bedeutet, dass man eine große Verantwortung und eine gut geplante Strategie für das Ausbrüten der Eier und die Fürsorge der Jungtiere aufweisen kann.

Ein trächtiges Weibchen erfordert eine enorme Menge an Nahrung, denn Mangel an Kalzium und vitaminreichen Nährstoffen führt zu Verformung der Knochen oder im schlimmsten Fall zum Tod. Des Weiteren benötigt man viel Platz für den Nachwuchs, denn ein Weibchen kann den Samen auf Vorrat speichern und auch nach der Trennung vom Männchen reichlich befruchtete Gelege produzieren. Dem Muttertier muss anschließend eine Ruhezeit gegönnt werden, damit es sich regenieren kann, um gesund und kräftig zu bleiben.

Gennerell kann man alle 14 – 28 Tagen 2 Eier im Terrarium finden, allerdings gibt es hierbei Unterschiede. Befruchtete Eier werden einige cm tief vergraben, färben sich rosa und bekommen nach einer Weile eine sehr feste Schale. Enddeckt man jedoch kleinere Eier auf dem Bodensubstrat, so handelt es sich um sogenannte Wachseier. Diese Eier sind gelblich, wirken etwas eingefallen und sind nicht befruchtet!

Wir haben allerdings mehrfach die Erfahrung gemacht, dass sich nach einer Weile in diesen gelblichen Eiern Leben entwickelt und prachtvolle und gesunde Großkopf-Geckos schlüpften.

    Paroedura Picta Grosskopfgecko

Abkürzungen

0.0.1

Geschlecht unbestimmt. Die Zahl gibt die Anzahl an, die Position das Geschlecht. z.B. 0.0.2 – zwei unbestimmte Jungtiere.


0.1

Ein Weibchen / Female. Die Zahl gibt die Anzahl an, die Position das Geschlecht.


1.0

Ein Männchen / Male. Die Zahl gibt die Anzahl an, die Position das Geschlecht.


NZ

Abkürzung für Nachzucht


Inkubation

Ausbrüten von Eiern, Inkubator: Brütautomat, Bruthilfe, Brutschrank


Hatchling

Engl. für Schlüpfling


Adult

Erwachsen


Hemiclitoren

Weibliche Geschlechtsorgane, paarig vorhangen.


Hemipenis

Männliche Geschlechtsorgane, paarig Vorhanden (griech. hemi = halb) Seitlich der Kloake befindet sich paarig, ausstülpbare Taschen mit je einem, oft durch dornartige Hautverknöcherungen stacheligen, Hemipenis.


Dorsalstreifen (Dorsalia)

Rücken (Rüchenschuppen)


Pigment

Hier: Farbpigmente = Farbstoff. Eigenfarbe der Zellbestandteile im Schuppenkleid eines Paroedura Picta.


Heterozygot (het.)

Spalterbigkeit (Gesetz n. Mendel). Ein Gendefekt wird immer Doppelpaarig vererbt. Je ein Genteil vom Vater, dar andere von der Mutter. Trägt ein Nachkomme nur ein Genteil, nennt man dies heterozygot (het.) / spalterbig. Der Defekt ist nicht sichtbar.


Homozygot (hom.)

Reinerbigkeit (Gesetz. n. Mendel). Hetero = Ungleich, Homo = Gleich. Es sind beide Genteile gleichartig vorhanden, Vater und Mutter haben das gleiche Gen (z.b. Amelanismus) an die Nachkommen weitergegeben. Der Gendefekt ist sichtbar!


Hyper

Übernormal bzw. über dem Normalmaß


Hypo

Unternormal bzw. unter dem Normalmaß


Morph

Abwandelungen. In der Genetik wird „Morph“ für die variation der verschiedenen Farb- und Zeichnungsformen verwendet


Poss. Het. / 66% poss. Het.

Abkürzung für possible Heterozygot (möglicherweise Heterozygot). Bei so bezeichneten Tieren kann man aufgrund der Verpaarung nicht schließen, ob die Nachkommen den Defekt heterozygot vererben oder nicht. Heterozygote Anlagen sieht man einem Tier nicht an!


Rezessiv

Zurücktretend. Untergeordnete Erbanlagen, die von den Dominanten verdeckt sein können. Sie sind optisch dem Tier nicht unbedingt anzusehen, nur bei Doppelpaarigkeit.